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Können B2B Unternehmen den Pokémon Hype ebenfalls nutzen?

Können B2B Unternehmen den Pokémon Hype ebenfalls nutzen?

Warum ist Pokémon zu einem Hype geworden?

Sie begegnen uns überall: Pokémon Spieler – Blick Richtung Handy und immer den rechten Finger zum Abschuss von kleinen Monstern bereit.

Der Hype lässt sich zum einen mit Nostalgie kombiniert mit Technologie der Zukunft (Augmented Reality) erklären. Zum anderen aber auch mit dem Fitness Gedanken, der spielerisch umgesetzt werden kann und eine direkte Belohnung (in Form von Level Aufstieg, Punkten und nach Distanz ausgebrüteten Eiern) zur Folge hat. Die meisten bewegungsfaulen Menschen kennen das Gefühl, wenn das Bettdecken – oder Sofamonster uns fesselt und die nötigen 10´000 Schritte am Tag so verhindert werden. Das Pokémon Mönsterchen ist derzeit jedoch stärker und treibt uns an die frische Luft. Und so kommen Menschen nicht nur virtuell sondern auch im realen Leben wieder verstärkt in Kontakt.

Ist Pokémon Kinderkram?

Eindeutig nicht. Gemäss einer aktuellen Statistik ist die Altersgruppe der 25-34 jährigen am aktivsten. Männliche und weibliche Nutzer sind 50/50 vertreten. Sechszehn Prozent der Befragten spielen das Spiel mehr als vier Stunden pro Tag.

Marketing mit Lockmodule im B2C

Ein beliebter Treffpunkt sind Pokéstops und Arenen. Diese Orte wurden durch Nintento bestimmt und basieren auf dem Vorgängerspiel Ingress.

Hier lassen sich viele Restaurants und Firmen etwas einfallen, um mit Pokémon ihren Umsatz zu steigern.

Mit Hilfe des Lockmodules (Kosten ca. 1 USD) kann man als Spieler viele Monster an einen Pokéstop locken. Dies wird anderen Spielern in der Umgebung angezeigt und zieht sie (bisher vor allem in den USA) in teilweise unkontrollierbaren Scharen an. Und genau dies ist eine Chance für das Marketing, die zu einem Fluch für den Verkauf werden kann.

Pokémon jetzt auch noch im B2B?

Es folgen ein paar Ideen, wie innovative B2B Unternehmen den Pokémon Hype nutzen könnten.

Pokémon als „Warm-up“ im Verkaufsgespräch

Ein Verkaufsgespräch beginnt immer mit einem Small Talk und die Medien schenken aktuell zwei Themen ihre volle Aufmerksamkeit: Terror in Europa und Pokémon. Da Pokémon mit einer Vielzahl an lustigen Geschichten (Menschen, die gegen Laternen laufen, selbstsame Pokéstops wie ein Sexshop) ein fröhliches Thema ist, könnte die Frage: „Na, ist bei Ihnen in der Firma auch das Pokémon Fieber ausgebrochen?“ ein recht unverfänglicher Einstieg sein – auch wenn das Gespräch meist damit endet, dass sowohl der Verkäufer wie auch der Einkäufer zum Schluss kommen, dass es ein doofes Spiel ist, aber sich die Jugend wenigstens wieder mehr bewegt.

Bei Kunden, deren Lebensverhältnisse man sehr gut kennt, ist auch die Frage erlaubt, ob die Kinder das Spiel spielen. Warum nur bei vertrauten Kunden? Ein wenig guter Start in eine Verhandlung wäre die Antwort, dass man in der Scheidung ist und die Frau die Kinder mitgenommen hat.

Marketing

Das Marketing kann eine zielgruppenspezifische Kampagne starten, in welcher mit einem Call-to-Action Newsletter oder in Verbindung mit einem Gewinnspiel das Interesse der Kunden an Pokémon abgeklärt werden kann. Beispielsweise könnten externe Akkus (Powerbanks) unter dem Motto: „Damit Ihnen der Strom beim Pokémon spielen nicht ausgeht“ verloste werden. Interessierte Kunden erhalten dann in den darauffolgenden Wochen personalisierten Newslettern zum Thema Pokémon News in Kombination mit für den Kunden interessanten Produkten. Zu beachten ist, dass es sich dabei um einen Hype halten kann, für den sich in kurzer Zeit niemand mehr interessiert. Daher würde ich die Kampagnen nicht länger als 2-3 Wochen laufen lassen.

Recuriting

Wer junge, gut ausgebildete Mitarbeiter sucht und halten will, sollte sich mit dem Thema Pokémon auf jeden Fall auseinandersetzen. Beispielsweise könnten an manchen Tagen über Mittag durch das Unternehmen Lockmodule für Pokéstops in der Nähe gesponsert werden, um das Hobby der Mitarbeiter in deren Pausen zu unterstützen. Ein Veranstaltungstag für potenzielle Auszubildende könnte am Ende ebenfalls mit einem Lockmodul Event enden.

Gesundheitsförderung

Viele Unternehmen führen jährliche Gesundheitsförderungsmassnahmen wie „Bike-to-Work“ oder Schrittzähler durch. Das Prinzip ist ähnlich dem des Pokémon Spiels: Auf Basis eines Wettbewerbs untereinander sollen die Fitness der Mitarbeiter gefördert werden. Warum nicht zusätzlich ein Wettkampf um Pokémon Spiel Levels als eine Alternative dazu nehmen?

Muss das B2B auf jeden Hype aufspringen?

Hypes kommen und gehen und Marketing Kampagnen kosten schnell eine Menge Geld, gerade im B2B. Ob ein Unternehmen Pokémon nutzen soll hängt zum einen vom Image des Unternehmens und zum anderen von den Erwartungen der Zielgruppe ab. Es gibt viele traditionelle Unternehmen, bei denen ein solcher Versuch kontraproduktiv wäre.

Unternehmen im Wandel können unter Umständen mit einfachen Mitteln und wenig Budget neue Kunden und Mitarbeiter gewinnen.

Haben Sie weitere Ideen wie das B2B Pokémon nutzen kann? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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